Short Cuts

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Handlung

Ein Film mit 22 Hauptdarstellern, der über drei Stunden lang ist und dennoch fast zu kurz erscheint. Robert Altman gelang damit ein wahres Kunststück. Wie einst in Nashville und Eine Hochzeit präsentiert er in Short Cuts ein Gesellschaftspanorama, an dem sich aufmerksame Beobachter nicht sattsehen können. Die kurzen Ausschnitte aus dem Leben von Menschen in den Vorstädten von Los Angeles beruhen auf Kurzgeschichten des 1988 verstorbenen Autors Raymond Carver. Die einfühlsamen Portraits von Menschen aus der Arbeiterklasse brachten ihm den Ruf eines amerikanischen Tschechows ein. Robert Altman wählte neun Geschichten und ein Gedicht aus, die er virtuos miteinander verknüpfte. Das ständig Springen von einer Handlungsebene zur anderen stört den ruhigen Fluß des Erzählens nicht und erfolgt zudem derart raffiniert und präzise, dass alle Figuren im Film gleichberechtigt nebeneinander existieren. Short Cuts ist u.a. ein Film über gestörte Kommunikation und die Brüchigkeit partnerschaftlicher Beziehungen im modernen Alltag. Dabei entseht ein kaleidoskopartiges Bild, in dem sich die gesamte Palette menschlicher Empfindungen widerspiegelt. Bei aller Ironie, mit der Altman den alltäglichen Wahnsinn schildert, schlägt der Gewohnheitszyniker nie sarkastische Töne an. Die 22 Haupt- (u.a. Andie MacDowell, Jack Lemmon, Tim Robbins und Tom Waits) und zahlreichen Nebendarsteller sorgten am Set des öfteren für Konfusion. Produzent Cary Brokaw: Es war, als würde man 10 Filme gleichzeitig drehen - ein gigantisches Puzzle. Robert Altman verlor dennoch nicht den Überblick.


DarstellerAndie MacDowell, Bruce Davison, Julianne Moore, Matthew Modine, Anne Archer
RegisseurRobert Altman
FSKfreigegeben ab 16 Jahren
Produktionsjahr1993
Spieldauer187 Minuten

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3.9 von 5 – Wertungen: 11